Gymnastik-Berichte

Ausflug der Gymnastik-Frauen am 22.07.2017
zur Landesgartenschau in Bad Herrenalb

Blütentraum & Schwarzwaldflair

Unser diesjähriger Ausflug führte uns zur Landesgartenschau nach Bad Herrenalb. Die Reise mit dem Interregio am Samstagmorgen um 8 Uhr ab Stuttgart begann mit einem leckeren Sekt-Frühstück, organisiert und vorbereitet von einigen unserer Hupfdohlen – unser herzlicher Dank gilt den Sponsorinnen. Die Bahnfahrt ging dann über Pforzheim und Karlsruhe zum Zielort Bad Herrenalb, wo wir gegen 11 Uhr ankamen. Wir hatten sehr schönes Wetter mit herrlichem Sonnenschein und leichtem Wind, obwohl die Wettervorhersage am Vortag noch Gewitter und Regen angekündigt hatte. Der mitgenommene Regenschirm fungierte zum Glück und letztendlich nur als Sonnenschirm.

Vom Bahnhof Bad Herrenalb zur Gartenschau sind es nur ein paar Schritte. Die Gartenschau selbst besteht aus drei Geländeteilen: der bunten Schweizerwiese, dem Kurpark und dem historischen Klosterviertel, die alle durch das idyllische Flüsschen Alb und die Kurpromenade miteinander verbunden sind. Wir spazierten durch die bunte Schweizerwiese mit ihren farbenprächtigen Blumenbeeten und bunten Schaugärten. Hier gab es überall tolle bunte Blumenarrangements in Gelb- und Orangetönen zu bewundern. Neben vielen Sommerblumen konnten wir auch interessante Dinge sehen und entdecken: verschiedene Skulpturen, phantasievoll und kunstvoll gestaltete Bänke aus dem Kurpark, die zum Ausruhen einladen, Vogelkäfige im Geäst, dort, wo man sie nicht wirklich erwartet, ein gläsernes Baumhaus, in dem man entspannt die Kulisse betrachten kann, sowie zahlreiche verschiedenartige Bäume aus der ganzen Welt und noch vieles mehr.

Durch den angrenzenden Kurpark, der im Gegensatz zur Schweizerwiese in violetten und rosa Farben leuchtet, führte unser Weg auch durch einen Dahliengarten und einen Phantasiegarten entlang des Flüsschens Alb zum Klosterviertel. Hier im Klosterviertel schlenderten wir durch den Kunsthandwerkermarkt, wo das eine oder andere kunsthandwerkliche Stück eine neue Besitzerin gefunden hat.

Herzstück des Klosterviertels ist ein 1148 von Zisterziensern gegründetes Kloster. Zisterzienserklöster versorgten sich mit dem, was sie brauchten, selbst. Im Klostergarten züchteten die Mönche Gemüse, Obstbäume und Kräuter. Hier im Klostergarten neben der Klosterkirche wachsen Kräuter und Heilpflanzen, die von Bürgern aus Bad Herrenalb ganz nach dem Vorbild historischer Pläne gestaltet und angebaut wurden. Auf der Klostermauer kann man etwas ganz besonderes bestaunen: den Wunderbaum von Bad Herrenalb. Diese Kiefer wächst seit fast 200 Jahren auf der Klostermauer, als gäbe es keinen besseren Platz zum Wurzeln. Die Kiefer trotzt Stürmen ebenso wie Trockenheit und bringt Besucher zum Staunen. Manche nennen sie „Wunderkiefer“, wohl auch, weil das Samenkörnchen damals ausgerechnet auf den Resten der Vorhalle der Klosterkirche keimte, die Paradies heißt – irgendwie hat das etwas Magisches.

Ganz in der Nähe der Klosterkirche gibt es ein Eiscafe, das mit seinen klösterlichen Eis-Spezialitäten wie „Coole Kutte“, „Nonnen-Kuss“ oder „Beichtstuhl-Geflüster“ viele Besucher anlockt – so auch uns. Wir stärkten uns bei einem Tässchen Kaffee und einem leckeren Eis, bevor wir uns dann wieder durch den Kurpark auf den Rückweg machten. Noch schnell die Füße im frischen Wasser des Flüsschens Alb abkühlen – diese Erfrischung ließen sich einige unserer Hupfdohlen nicht entgehen. Unser Rückweg führte uns zum Schluss noch durch den Gartenmarkt. Hier gab es unter anderem einige Pflanzen, die in der Gartenschau zu bewundern waren, aber auch andere Dekoartikel zum Kaufen. Pflanzen und Dekoartikel sind ab sofort in einigen heimischen Gärten in Gerlingen zu bewundern.

Treffpunkt für die Rückreise war das Restaurant am Eingang beim Bahnhof. Bei einem kühlen Radler und anderen erfrischenden Getränken ließen wir nochmal den Tag Revue passieren. Das obligatorische Gruppenbild mit Damen durfte natürlich auch nicht fehlen. Kurz nach 17 Uhr ging es dann wieder Richtung Heimat. Gegen 19 Uhr kamen wir in Stuttgart am Hauptbahnhof etwas müde und hungrig an. Ein paar Hupfdohlen fuhren direkt nach Hause, die meisten aber ließen den Tag bei einem Abschlussessen im Wichtel in Stuttgart-Feuerbach ausklingen.

Es war ein sehr schöner und entspannter Tag mit vielen Eindrücken. Wir sind heute schon gespannt, wohin uns die nächste Reise führen wird.

 


Wenn eine eine Reise tut …

… dann kann sie was erzählen – Jubiläumsausflug der Hupfdohlen vom 15.09. bis 18.09.2016 anlässlich des 25jährigen Bestehens der Gymnastikgruppe des FC Gerlingen nach Mallorca

Am Donnerstagmorgen, in aller Herrgottsfrühe, kurz vor 3 Uhr klingelte der Wecker unerbittlich bei 18 Hupfdohlen. Es hieß aufzustehen, die letzten Sachen zusammenzupacken, den Koffer zu schnappen und sich auf den Weg zum Treffpunkt Bushaltestelle Breitwiesen zu machen. Dort wartete schon der Bus, der uns zum Flieger nach Mallorca bringen sollte. Nachdem alle Gymnastikmädels vollzählig waren, konnte der Bus pünktlich in Richtung Flughafen losfahren.

Kofferaufgabe, Check-in und Passkontrolle waren schnell erledigt. Jetzt noch schnell einen letzten Kaffee und eine Butterbrezel vor dem Abflug – alle Mädels waren gut gelaunt und freuten sich auf vier Tage Sonne, Strand und Meer. Der Abflug verzögerte sich leider etwas, damit auch die Ankunft in Palma de Mallorca, was unserer Stimmung jedoch keinerlei Abbruch tat. Leider hatte sich der Koffer einer unserer Hupfdohlen verirrt und war nicht in Palma angekommen. Der Koffer fand dann letztendlich doch noch am Samstag über München den Weg nach Palma.

Im Hotel angekommen war unser erster Weg an den Strand, um in einem der vielen gemütlichen Strandcafés etwas zu trinken und sich auf ein paar schöne Tage auf Mallorca einzustimmen. Das Hotel, vorzüglich gewählt von unserer „Reiseführerin“, lag direkt an der Strandpromenade. Die Zimmer waren modern, sauber und frisch renoviert – sehr zu empfehlen. Nach Bezug der Hotelzimmer trafen wir uns dann wieder in der Hotellobby, um mit dem Bus nach Palma zu fahren.

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In Palma stiegen wir an der Placa de Espanya aus und schlenderten durch die Straßen der Altstadt, vorbei an der Markthalle bis zur Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, der gotischen Kathedrale La Seu im Süden der Altstadt und unweit der Küste gelegen. Der berühmte Architekt Antoni Gaudi (* 1852, U 1926) restaurierte von 1904 bis 1914 in Jugendstilrichtung das Innere der Kathedrale. Sehr beeindruckend ist auch die Neugestaltung der „Kapelle des Allerheiligsten“ im rechten Seitenschiff durch den mallorquinischen Künstler Miquel Barceló (* 1975). Hier hängt sein Werk über die „Wundersame Vermehrung von Brot und Fisch“.

Überwältigt von den vielen Eindrücken sowie interessanten und imposanten Sehenswürdigkeiten kehrten wir mit dem Bus am frühen Abend in unser Hotel zurück. Nach der Stärkung am leckeren, sehr reichhaltigen heiß-kalten Buffet trafen wir uns anschließend in der Hotellounge und ließen den ersten Tag auf der Sonnenterrasse bei Vollmond, Meeresrauschen und einem lauen Lüftchen gemütlich ausklingen.

Am zweiten Tag hieß es, frühzeitig aufzustehen. Frühstück war für 7:30 Uhr angesetzt, da wir mit dem Bus wieder nach Palma fahren wollten. An diesem Tag stand eine Fahrt mit dem „Roten Blitz“ auf dem Programm. Mit „Roter Blitz“ bezeichnen vor allem Touristen die Eisenbahn von Palma in den Nordwesten der Insel nach Sóller. Die Bahnstrecke Palma – Sóller und die Straßenbahnstrecke Sóller – Port de Sóller wurden im April 1912 eröffnet. Einst gedacht zum Transport landwirtschaftlicher Güter aus Sóller, hauptsächlich Orangen, hat sich diese Bahnstrecke heute als Touristenattraktion etabliert. Durch die historischen Wagen, die mit Holzbänken ausgestattet sind, haben wir uns in die Anfangszeit des letzten Jahrhunderts versetzt gefühlt, in der das Reisen lange nicht so komfortabel war wie zur heutigen Zeit. Die Reise mit der Bahn führte uns auf 27 Kilometern durch das Gebirge, durch mehrere Tunnel und über ein 52 Meter langes Viadukt. In Sóller stiegen wir dann in die Straßenbahn um. Die Fahrt mit der Straßenbahn weiter nach Port de Sóller war ein echtes Erlebnis. Die Reise ging mitten durch Straßencafés, dann weiter durch ganz enge Sträßchen und endete schließlich im Hafen. Auf der Rückfahrt machten wir noch einmal in Sóller Halt zum Eis essen in der berühmten Eisdiele „Sa Fàbrica de Gelats“. Zurück in Palma nahmen wir den nächsten Bus Richtung Hotel.

Nach dieser gemütlichen Zugfahrt durch eine landschaftlich wunderschöne Gegend, vorbei an Mandel-, Oliven- und Zitronenplantagen, folgte dann am späteren Abend das Kontrastprogramm. Mallorca erleben, ohne auf dem „Ballermann“ gewesen zu sein? Das ging irgendwie gar nicht. Der Weg führte uns also durch die sogenannte „Schinkenstraße“ auf Höhe des Balneario 6 (auch Ballermann 6 genannt) zum Bierkönig – hier sind Wiesn und Wasen gemeinsam an einem Ort vereint. Die Leute, jung und alt, kennen alle Schlager und singen mit, tanzen auf den Tischen – die grandiose Stimmung zu erleben, das war schon einmalig. Trotzdem waren wir froh, später wieder im Hotel zu sein. Hier haben wir Ruhe und Stille zu schätzen gelernt.

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Der vorletzte Tag unseres viertägigen Kurztrips stand zur freien Verfügung. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind einige Hupfdohlen an der Platja de Palma entlanggebummelt oder waren shoppen und haben Souvenirs für die Daheimgebliebenen gekauft. Andere waren im Mittelmeer baden oder sonnten sich am Strand. Dieser Tag war Erholung pur. Nachdem wir zum letzten Mal am Abendbuffet geschlemmt hatten, ließen wir den Tag und den Kurztrip nach Mallorca auf der Hotelterrasse bei Live-Musik Revue passieren und mit einem Gläschen Sekt ausklingen.

Am Sonntagvormittag mussten wir leider wieder unsere Koffer packen. Da der Rückflug erst am Abend war, hatten wir ausreichend Zeit, die verbleibenden Stunden frei zu gestalten. Ein paar Hupfdohlen nutzen die Gelegenheit für einen letzten Strandbesuch und ein Sonnenbad. Andere wiederum fuhren mit dem Zügle entlang der Strandpromenade Platja de Palma oder gingen nochmal shoppen. Vor Abfahrt des Busses zum Flughafen trafen wir uns alle beim Grillmeister auf eine Currywurst mit Pommes. Dann hieß es, Abschied zu nehmen. Kurz vor 22 Uhr landete unser Flieger bei kühlem und regnerischem Herbstwetter in Stuttgart. Diesmal ging erfreulicherweise kein Koffer verloren.

Es waren vier wunderschöne Tage, die wir sehr positiv in Erinnerung behalten werden. Wir sind heute schon gespannt, wohin uns der nächste Jubiläumstrip führen wird.